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Die unterschätzten Einflussfaktoren einer erfolgreichen Unternehmensentwicklung

Digitalisierung, geänderte Kundenbedürfnisse, Entwicklungen in den Märkten und bei Wettbewerbern, Herausforderungen im Arbeitsmarkt sowie Anforderungen der Gesellschafter stellen Unternehmen vor Herausforderungen zur Sicherung und dem Ausbau ihrer Wettbewerbsposition. Dies sind alles bereits bekannte Einflüsse und Herausforderungen, aus denen die Unternehmensentwicklung die bestmögliche Strategie für die Zukunft des Unternehmens ableitet.

Basierend auf unseren vorangegangenen Blog Post über Unternehmensentwicklung: Typische Herausforderungen für Firmen, befassen wir uns in diesem Artikel näher mit den internen und externen Faktoren, die Einfluss auf eine gute Unternehmensentwicklung nehmen und wichtig sind jedoch meist nicht dringend, sodass sie auf den ersten Blick wenig Beachtung finden. Diese Einflussfaktoren haben sich besonders aus Gesprächen mit unseren Kunden und Experten aus der Wirtschaft herauskristallisiert.

Kundenfokussierung als Wettbewerbsvorteil

Zu den bereits erwähnten externen Einflussfaktoren, wie die digitale Transformation oder Entwicklungen in den unterschiedlichen Märkten, kommt es auch stark auf die sich ändernden Kundenbedürfnisse an. Unternehmen müssen sich heute mehr denn je an diesen ausrichten und sich der Frage stellen:

“Welcher Mehrwert zählt für meine Kunden und können wir diesen heute bereits liefern?”

Die Unternehmensentwicklung hat dabei die Aufgabe die Entwicklung der Kundenbedürfnisse zu analysieren, jedoch nicht nur die der bereits existierenden Kundengruppen sondern auch die der zukünftigen Zielgruppen, Stichwort Millennials. Auch eine Veränderung der Zielgruppe und die neuen Verhaltensweisen dieser muss dabei berücksichtigt und analysiert werden. Aus diesen Entwicklungen sollte dann eine mittel- bis langfristige Unternehmensstrategie abgeleitet werden. In der Praxis wird jedoch ein zu geringer Augenmerk darauf gelegt, wie es Experten der Unternehmensberatung häufig erleben:
Außen finde ich hat man häufig zu starken Fokus auf „was können wir intern leisten“ und weniger „was braucht denn eigentlich der Kunde“ oder „wo sind denn wirklich die Bedarfe unserer Kunden?"

Bernhard Muhler, BludauPartners Executive Consultants GmbH, 2019

Viele Unternehmen nehmen sich bereits die Zeit um sich ein Feedback von ihren Kunden einzuholen. Jedoch geschieht dies meistens im Rahmen einer Beschwerde oder einer Schwächenanalyse (“Was können wir besser machen?”, “Helfen Sie uns unser Produkt zu verbessern”).
Am vorteilhaftesten wäre es allerdings die Kunden bereits während des Entwicklungsprozesses einzubinden und ihre Bedürfnisse zu erfragen um somit Fehlinvestitionen und Fehlentscheidungen frühzeitig zu vermeiden.

Partizipationsstrategie fördern

Der anzustrebende Fall ist, dass Sie Ihre Kunden bereits in den Entwicklungsprozess integrieren können. Ist dies bislang so noch nicht möglich, dann sollten mindestens die kundennahen Abteilungen wie Vertrieb, Marketing und Support an den Prozessen zur Entwicklung beteiligt werden. Diese Kollegen wissen am besten über die Kundenwünsche Bescheid und können dabei helfen das Produkt oder die Dienstleistung kundenfokussiert auszurichten.
Genau dies ist in vielen Unternehmen eine große Hürde, da kein co-kreativer Prozess existiert oder gefördert wird. Viele Abteilungen, gerade in Konzernen, haben über die Jahre ein Silodenken entwickelt, wodurch die Kommunikation untereinander kaum vorhanden ist. Es mangelt in den meisten Fällen nicht nur an der fehlenden Bereitschaft zur Kommunikation zwischen den Abteilungen sondern auch an der Art und Weise wie Informationen unternehmensweit verbreitet werden.
Von einer globalen Unternehmens- bis zu einer Teamebene, das fehlt häufig.

Bernhard Muhler, BludauPartners Executive Consultants GmbH, 2019

Der Folgeschritt, das Reflektieren und Diskutieren über die erhaltenen Informationen im Sinne von “was bedeuten diese neuen Informationen für unsere Abteilung und was genau muss von unserer Seite aus geleistet oder verändert werden?”, wird dann nicht erfolgreich durchgesetzt. Um diese Arbeitsweise zu ändern, ist es wichtig eine Unternehmenskultur zu schaffen, in der Kommunikation, Transparenz und Partizipation gefördert wird. Die Mitarbeiter sollten in den Bereichen Entscheidungsfindung, Verantwortung und Wertschätzung eingebunden werden.

Ressource Mensch

Dadurch lässt sich ein weiterer wichtiger Punkt ableiten, der Einfluss auf eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung nimmt - nämlich die Fokussierung auf die Ressource Mensch. Mehr denn je sind Unternehmen heute gefragt, im Bereich Talent und Teamstruktur bereichsübergreifendes Wissen und Commitment aufzubauen und zu fördern. Neben wertvollem Input schafft dies auch eine Steigerung der Mitarbeitermotivation. Durch das frühzeitige Einbinden und Involvieren der Beteiligten an Unternehmensprozesse und Aktivitäten können die internen Widerstände gegenüber Veränderungen bei den Mitarbeitern verringert werden.
Unternehmensentwicklung heißt immer Menschen zu verändern in dem was sie tun und wie sie es tun.

Matthias Joos, Robert Bosch Automotive Steering GmbH, 2019

Balance zwischen agilem und fehlertolerantem Management Stil

Unternehmen sind dann besonders erfolgreich, wenn sie das Gleichgewicht zwischen agilem Management und einer fehlertoleranten Kultur und Management Stil schaffen. Dies bedeutet, dass man eine Kultur entwickelt, die auch das Scheitern und Fehler machen zulässt. Dazu gehört unter anderem ein Budget dafür einräumen und den Mitarbarbern den Freiraum geben eigenständig neue Wege und Prozesse zu entwickeln.

Level der Standardisierung

Unsere Recherchen haben außerdem ergeben, dass Skaleneffekte auch in der Unternehmensentwicklung von Bedeutung sind. Für das Erreichen von erfolgreichen Skaleneffekten müssen Unternehmen das richtige Level an Standardisierung finden. Da Corporate Development Aktivitäten kein detailliert planbarer Produktionsprozess sind, ist hier der Detaillierungsgrad in der Prozessunterstützung entscheidend.

Corporate Development - Mehrwert oder Overhead?

Generell sollte immer die Frage im Hintergrund gestellt werden, ob Corporate Development dem Unternehmen einen Mehrwert liefert, auch wenn dieser schwer zu bestimmen und oftmals nicht fassbar ist. Was sie nicht sollte - nur Kosten und Aufwand verursachen. Dazu muss die Rolle sowie die Mission der Unternehmensentwicklung genau definiert werden. Dies liegt im Zuständigkeitsbereich der Geschäftsführung.
Ist das [Corporate Development] ein Spielzeug der Geschäftsführung wo irgendwelche abgehobenen Typen sitzen, die schöne Folien malen, oder ist es ein durchgängiges Instrument der Unternehmenssteuerung, welches die Unternehmensprozesse und Geschäftsprozesse designed und als Enabler alle Unternehmensfunktionen einbindet.

Matthias Joos, Robert Bosch Automotive Steering GmbH, 2019

Im Idealfall sollte das Corp Dev Team als Gestalter der Organisation, Antrieb für Veränderung und Zukunftsstratege eingesetzt werden um somit Mehraufwand und -kosten, sowie Frustration bei den Beteiligten zu vermeiden.

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